Bulgarien-Reise: Zum Geburtsort des Orpheus

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Bachkovo-Kloster in Bulgarien

Und hier der nächste Teil der Bulgarien-Tour. Diesmal geht es in die südlichen Gebirgszüge der Rhodopen,  nah an der Grenze zu Griechenland. Die mythischen Gebirgslandschaften sind beliebtes Wintersportgebiet, lohnen sich im Sommer aber fast noch mehr.

Denn abseits der Pisten und Hotelburgen, die für die hunderttausenden Wintersportler errichtet wurden, lässt sich hier bestens Wandern und die Natur genießen. Im Gebirgszug der Rhodopen verläuft die Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland. Der Großteil des Gebirges gehört zum bulgarischen Territorium, spielt aber auch in der mythischen Sagenwelt der Griechen eine entscheidende Rolle. Der Legende nach wurde der griechische Gott Orpheus hier an den Orpheusfelsen geboren, die sich in der Nähe von Smoljan befinden.

Mit einem Taxi ging es von Plovdiv aus in Richtung Süden in die Berge, nach Pamporovo. Bulgarien ist berühmt für seine zahlreichen, reicht geschmückten Klöster der christlich-orthodoxen Kirche. Auf dem Weg solltest du deswegen am besten im Bachkovo-Kloster vorbeischauen, das neben dem Rila-Kloster eines der schönsten des ganzen Landes und bulgarisches Nationalheiligtum ist.

Das über 1000 Jahre alte Kloster ist bis heute Wallfahrtsort und wenn du hier zur Ruhe kommen möchtest, dann kannst du in diesem Kloster auch übernachten und zu Wanderungen in die Umgebung starten. Zentral im Klosterhof steht ein über 300 Jahre alter Baum, aus dessen Früchten noch heute Schnaps gewonnen wird. An den Bäumen wirst du viele rot-weiße Anhänger finden: Diese sogenannten “Martenizi” sind Glücksbringer, die in Bulgarien Anfang März an Freunde und Familie verschenkt werden.

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Martenizi an den Bäumen im Bachkovo-Kloster

Weiter geht es dann Richtung Süden. Die Bergstraßen sind zum Teil recht schmal und abenteuerlich angelegt, was mit der Fahrweise der Bulgaren durchaus für Adrenalinschübe sorgen kann. Die Region um Smoljan und Pamporovo ist schon lange ein bei Bulgaren und Touristen beliebtes Skigebiet. Zahlreiche große Hotelkomplexe und Skilifte wurden in den letzten Jahrzehnten in die Berghänge gebaut. Im Sommer sind die Gebiete nahezu verlassen. Die perfekte Zeit um die Berge in Ruhe zu erwandern. Seit einigen Jahren finden hier internationale Wettbewerbe im Mountainbiking statt, es kann dir also passieren, dass beim Wandern auf einmal eine Horde Biker den Berghang heruntergeschossen kommt.

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Die Malina Bauden bei Pamporovo, das eigene Holzhäuschen im Wald.

Das Ziel dieses Tages waren die Malina-Bauden nahe Pamporovo. Eine kleine Gruppe von Holzhäusern, die in den 1970er Jahren als Hotels errichtet wurden und etwas versteckt liegen. Wenn du also keine luxuriöse Hotelausstattung suchst, dafür aber eine besondere Unterkunft für Selbstversorger, dann bist du hier richtig. Malina heisst übrigens Himbeere – und genau die wachsen in der ganzen Gegend den Sommer hindurch wie Unkraut.

Rundherum erheben sich die Berge der Rhodopen, von deren Spitze man bei sonnigem Wetter weit bis nach Griechenland schauen kann und in deren Wäldern bei Regen und Nebel eine besondere mystische Stimmung herrscht.

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Die Berge der Rhodopen mit den dichten Wäldern und Nebel

Mehr davon im nächsten Teil der Bulgarien-Reise.

Teil 1 der Reise

Teil 2 der Reise

Teil 4 der Reise

Teil 5 der Reise

 

 

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