Bulgarien-Reise: Ins Herz des Balkan zur Kulturhauptstadt 2019

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Bachkovo-Kloster in Bulgarien

Reise nach Bulgarien

Auch in Europa gibt es noch viele Länder, Regionen und Orte, die es zu entdecken gilt. Ob die spanische Nordküste, das Baltikum oder den Balkan. Vor einiger Zeit ging es für mich durch Bulgarien, ein Land, das viel mehr zu bieten halt, als nur Bettenburgen an der Schwarzmeerküste.

Die Reise führte von der Hauptstadt  Sofia ins ca. 150km entfernte Plovdiv, die zweitgrößte Stadt Bulgariens. Von dort aus ging es nach ein paar Tagen in den Süden, ins wilde Gebirge der Rhodopen, kurz vor der griechischen Grenze. Nach einem weiteren Zwischenstopp in Plovdiv, ging es dann an die Schwarzemeerküste nach Nessebar bzw. zum sogenannten Sonnenstrand.

Die Route durch Bulgarien. Von der Hauptstadt Sofia in die zentrale Tiefebene. Von dort ein Abstecher in Richtung griechische Grenze und schließlich ans Schwarze Meer.
Die Route durch Bulgarien. Von der Hauptstadt Sofia in die zentrale Tiefebene. Von dort ein Abstecher in Richtung griechische Grenze und schließlich ans Schwarze Meer.

Auch die erste Septemberhälfte ist noch eine perfekte Reisezeit, ebenso wie die Vorsaison im Frühling. Zu diesen Zeiten herrschen in Bulgarien bereits sommerliche Temperaturen, aber die typischen Urlaubsregionen sind noch nicht überlaufen, zum Teil sogar nahezu leer.

Von Deutschland aus kannst du täglich  nach Bulgarien fliegen. Meist in die Hauptstadt Sofia oder an die Schwarzmeerküste, nach Varna oder Burgas. Flüge gibt es bei Low Cost Carriern bereits ab unter 40€ pro Strecke. Der Direktflug dauert ca. zwei Stunden.

Wenn du noch nie in Sofia warst, dann lohnt es sich ein oder zwei Tage dort zu bleiben und die Stadt kennenzulernen. In der größten Stadt des Landes, mit ca. 1,2 Millionen Einwohnern, kannst du sowohl die jahrtausendealte Geschichte wie auch das aufstrebend moderne Bulgarien antreffen. Das Land verändert sich in den letzten Jahren zunehmend.

Wie in vielen Ländern Osteuropas treffen hier Tradition und die Orientierung an EU und modernen, westlichen Lebensweisen aufeinander. Zwar gilt Bulgarien immernoch als ärmster EU-Staat, ist aber vom Lebensstandard weit über dem der meisten asiatischen Länder.

Für mich ging es nach der Landung in Sofia direkt ins Herz Bulgariens, in die thrakische Tiefebene. Dort liegt Plovdiv, ebenfalls seit Jahrtausenden besiedelt und von vielen historischen Sehenswürdigkeiten geprägt.

Eine Barriere wird für viele westeuropäische Reisende die Sprach sein. Denn in Bulgarien wird kyrillisch geschrieben. Viele Schilder und sind aber inzwischen auch auf Englisch zu finden, außerdem sprechen gerade jüngere Englisch oder auch Deutsch.

Um von Sofia nach Plovdiv zu kommen, kannst du entweder einen Linienbus nehmen oder für mehr Bequemlichkeit einen Taxifahrer anheuern. Die Busfahrten vom Busbahnhof kosten um die 10€ für die ca. 150 km nach Plovdiv. Eine Taxifahrt über diese Entfernung ca. 80-100€. Dabei solltest du darauf achten, ein “echtes” Taxi zu nehmen, d.h. die Fahrpreise sind in der Autoscheibe ausgewiesen. Und du solltest den Fahrpreis vor Fahrtatritt vereinbaren.

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Überland-Taxifahrt durch Bulgarien. Der Standstreifen wird gern als dritte Fahrspur genutzt.

Natürlich kannst du dir auch einen Mietwagen nehmen, allerdings sind sowohl die Strassenverhältnisse als auch die Fahrweise der Bulgaren gerade für Deutsche sehr ungewohnt. Autobahnen bestehen in der Regel nur aus zwei Spuren pro Richtung, der Standstreifen wird als dritte Spur angesehen. Hier ist definitiv Vorsicht beim Fahren geboten – sagen selbst die Einheimischen.

Bulgarien ist bislang nicht Mitglied des Euro-Raumes. Währund ist der “Lew” (1 Lew = 100 Stotinki). Der Wechselkurs zum Euro liegt bei ziemlich genau 1:2, also 1 Euro = 2 Lewa (bulgarisch: Лев(a)). Die Lebenshaltungskosten sind für Deutsche dort vergleichsweise gering. Für umgerechnet ca. 10€ lässt sich in einem guten Restaurant ausgiebig essen, in den Touristenhochburgen sind die Preise natürlich meist deutlich höher.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt ging es ins Stadtzentrum von Plovdiv. Hier entstehen nach und nach neue Hotels für den wachsenden Tourismus. Außerdem ist Plovdiv seit Jahrzehnten eine internationale Messestadt. Derzeit wird die Stadt zusätzlich moderner, denn im Jahr 2019 ist Plovdiv Kulturhauptstadt Europas. Dann wird hoffentlich auch der internationale Flughafen der Region wieder in Betrieb sein, der leider derzeit von Deutschland aus nicht angeflogen wird.

Im nächsten Teil dieses Reiseberichtes geht es zu den zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt und ins südlich gelegene Gebirge der Rhodopen. Schon neugierig auf Plovdiv? Dann gibt es hier schon mal einen kleinen Einblick eines Einheimischen:

Teil 2 der Reise

Teil 3 der Reise

Teil 4 der Reise

Teil 5 der Reise

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