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Das perfekte Wochenende in Dublin – Tipps und Highlights!

Eigentlich hat man doch immer Zeit für einen schönen Städtetrip übers Wochenende. Und auch im Januar lohnen sich Kurzurlaube! Diesmal ging es über ein langes Wochenende nach Dublin – genauer gesagt von Freitagabend bis Montagnachmittag. Was man in dieser Zeit so alles in der irischen Hauptstadt anstellen kann, erfährst du hier.

Dublin lockt das ganze Jahr hindurch mit Sehenswürdigkeiten, Pubs, der einzigartigen Kulisse und kulinarischen Highlights. Lass dich ein wenig durch die Stadt treiben, genieße das Essen oder trinke das weltberühmte Guinness und irischen Whiskey. Die Stadt von Samuel Beckett und James Jocye eignet sich perfekt für einen längeren Wochenendtrip. Ich war sicherlich nicht zum letzten mal dort.

Danke an Julia und Oliver für die vielen Tipps und gastronomischen Highlights!

Freitag:

Start am Nachmittag

Die günstigsten Flugtickets bekommst du meistens bei Ryanair, der irischen Billigfluglinie. Manchmal gibt es so schon Aktionsangebote für 5€ pro Strecke, aber auch die durchschnittlichen 30-40€ pro Flug sind natürlich noch sehr preiswert. Wie immer ist als Standard bei diesem Low Cost – Carrier dann nur Handgepäck dabei, dass reicht aber für das kurze Wochenende völlig aus.

Für die Einreise nach Irland brauchst du kein Visum oder Reisepass, der deutsche Ausweis reicht völlig. Außerdem ist Irland seit 1999 Mitglied des Euro-Raumes, du braucht also kein Geld umtauschen, sondern kannst deine Euros einfach mitnehmen.

Ryanair ist die irische Billigfluglinie. Du kommst von ganz Europa aus günstig nach Dublin und zurück

Na dann, alles gepackt und los geht’s!

Der Flug nach Dublin dauert ca. 2 bis 2 1/2 Stunden. Dublins Flughafen (IATA-Code: DUB), liegt im Norden der Stadt. Von dort aus gelangst du mit dem Bus in einer guten halben Stunde ins Stadtzentrum. Oft wird am Flughafen der „Airport Express“-Bus angeboten, der aber deutlich teurer als der normale Bus-Linienverkehr ist. Tipp: Nimm einfach die Linien 1 oder 46 und in 40 Minuten fährst du entspannt in die Innenstadt, für nur 3,30€!

Die solltest du allerdings schon abgezählt bereit halten und beim Einstieg in den Bus gleich mitteilen, dass du ins Stadtzentrum willst. Dann wirf das abgezählte Geld in eine kleine Metallbox vor der Fahrerkabine. Rückgeld gibt es nicht! (Bzw. nur einen Rückgeld-Bon, der später in der Zentrale eingelöst werden kann).

Da fast nur Doppelstockbusse in Dublin verkehren, hast du auf den vordersten Plätzen auf dem Oberdeck schon eine kleine Stadtrundfahrt.

Weitere Tipps für ein tolles Dublin-Wochenende gibt es auf den nächsten Seiten!

Alles ist gut zu erreichen

Dublin ist nicht allzu groß (nur ca. 1/8 der Fläche Berlins), daher kann man viele Sehenswürdigkeiten in wenigen Minuten zu Fuß erreichen. Du kannst vorab online leicht eine Unterkunft in zentraler Lage finden. Schau bei den üblichen Portalen wie Tripadvisor*, airbnb oder booking.com* vorbei.

Also kurz einchecken, Handgepäck ablegen und schon kann es losgehen ins Dubliner Nachtleben!

Die Half Penny Bridge  führt direkt ins Pub-Viertel „Temple Bar“

Die irische Hauptstadt ist berühmt für ihre vielen Pubs und die Live-Musik – in den Pubs ebenso wie auf der Straße. Das zentrale „Ausgeh“-Viertel ist „Temple-Bar“, auf der Südseite der Liffey, des nicht allzubreiten Flusses, der Dublin in Nord- und Südteil trennt.

Schon ab 11 Uhr vormittags öffnen die ersten Pubs ihre Türen. Die Sperrstunde liegt in Irland in der Regel um 2 Uhr morgens. Es heisst also: Früh anfangen! Spätestens ab 18, 19 Uhr füllen sich die vielen eng nebeneinander liegenden Pubs mit der typischen Mischung aus Touristen und Einheimischen und schon weit vor Mitternacht ist die Musik laut, der Whiskey oder das Guinness fließen und man lässt sich von Pub zu Pub treiben.

Wenn das Wetter passt, wird zumindest die Live-Musik genauso lautstark auf der Straße gespielt wie in den zahllosen Pubs. Das Rauchen ist in Pubs, Restaurants und allen öffentlichen Gebäuden nicht gestattet, maximal gibt es einige überfüllte Raucherecken. So verlagert sich das Nachtleben dann eben vor die Tür der Lokale.

Genieße das „Dublin-Feeling“ am besten mit einem ersten Pub-Crawl am Freitagabend!

„Temple Bar“, das Ausgeh- und Pub-Viertel in Dublin
*AFFILIATE-LINK

Samstag:

Ab an die Küste

Dank der frühen Sperrstunde kann man am nächsten Tag schon früh zu neuen Unternehmungen aufbrechen. Wie wäre es mit einer Fahrt an die Küste? Im Norden Dublins liegt die Halbinsel Howth (ausgesprochen: „Hoht“). Sie ist mit der Bahn bequem zu erreichen. Hier warten auf dich Wanderwege entlang der steilen Kliffs am Meer und danach frische und vor allem wunderbar fettige Fish’n’Chips als Belohnung!

 

Fahrt zur Küste

Laufe zur Connolly Station und hol dir dein Frühstück im Temple Bar-District auf dem Meetinghouse Square. Jeden Samstag findet dort ab 10 Uhr  der „Temple Bar Food Market“ statt.

Frische Scones auf dem Temple Bar Food Market

Mit dem DART, dem Dublin Area Rapid Transit gelangtst du ab Connolly Station in knapp 45 Minuten nach Howth. Die Bahn fährt alle 30 Minuten und dein „Adult Day Return“ Ticket kostet 6,15€ für Hin- und Rückfahrt.

Auf Howth wanderst du dann entspannt auf verschieden langen Routen zunächst am Hafen entlang und danach die Steilküste hinauf. Je nach Lust und Laune gibt es Wanderwege für Touren zwischen 6 und knapp 20 Kilometern. Einigermaßen feste Schuhe sind übrigens empfehlenswert. Freu dich auf tolle Ausblicke entlang des Küstenwanderweges!

Wandern entlang der Steilküste auf Howth, Dublin im Hintergrund

Zurück im Hafen von Howth  gönne dir doch frische Fish’n’Chips (frittierten Fisch auf frischen Fries (Pommes)), frittierte Tintenfischringe oder frische Austern.

Nachmittags ins College

Am Nachmittag kannst du entspannt und gut genährt zurück fahren und durch die Innenstadt zum schlendern, das du ebenfalls auf der Südseite der Liffey, gleich neben dem Temple-Bar District findest. Unweit davon befindet sich in der Grafton Street die Statue von „Molly Malone„. Ihr ans Dekolleté zu fassen soll übrigens Glück bringen.

Das Trinity College ist täglich für Besucher geöffnet. Genauer gesagt die weltberühmte Library und die Ausstellung zum „Book of Kells„, der bedeutesten mittelalterlichen Bibel Irlands aus dem 9. Jahrhundert. Die berühmte Bibliothek ist in Ihrer Gestaltung und Größe sehr beeindruckend. Viele Filmkulissen wurden von ihr inspiriert.

Die Bibliothek im Trinity College

Buche besser eine geführte Tour, denn ansonsten hast du in 20 Minuten alles gesehen, was die 10€ Eintritt dafür doch verhätnismäßig teuer macht.

Danach ist Zeit, sich wieder etwas zu essen oder einen Kaffee zu trinken und durch eine der zahlreichen Shoppingmeilen zu bummeln. Postkarten wirst du an jeder Ecke bekommen, Briefmarken allerdings meist nur in einigen „Tourist Offices“ oder direkt bei der Hauptpost (O’Connell St Lower, direkt am „Spire“).

Abends steht natürlich wieder ein ausgedehnter Pub-Crawl auf dem Programm. Samstag ist noch mehr los als am Freitag. Aber auch hier heisst es meist wieder: Gegen 2 oder 3 ist Ende.

Vielleicht entspannst du dich einfach abends beim Essen und einem Glas Wein. Zum Beispiel im „Bach 16„, unweit der „Ha‘ Penny Bridge“, auf dem Bachelor’s Walk, direkt an der Liffey. Weitere Tipps für gutes Essen findet Ihr auf TripAdvisor -> Restaurant Tipps Dublin


Sonntag:

Morgens in Richtung Hafen spazieren

Von Temple Bar aus läuft es sich ganz entspannt die Liffey entlang in Richtung des Dubliner Hafenviertels. Dieses Viertel hat in den letzten Jahrzehnten einen rasanten Aufschwung erlebt. Viele internationale Konzerne haben hier Ihre Glaspaläste errichtet. Unter anderem auch Facebook und Google (an deren Firmensitzen man aber leicht vorbeiläuft, da sie bewusst keine Firmenlogos angebracht haben).

Sehenswerter ist da die 2009 eröffnete „Samuel Beckett Bridge“. Sie wirkt wie eine stilisierte Harfe, eines der Wahrzeichen Irlands. Schlendere auf einer Uferseite bis zur Brücke und auf der anderen zurück ins Zentrum.

Die Samuel Beckett Bridge nahe des Hafenviertels. Im Hintergrund einige der neuen Bürobauten internationaler Konzerne

Nachmittags Bier zapfen!

Neben dem Whiskey ist Dublin für das Guinness-Bier weltberühmt. Was läge da näher, als die Guinness-Brauerei vor Ort auf einer ausgedehnten Brauerei-Tour kennenzulernen? Du kannst die Tickets für die Tour im Guinness Storehouse bereits vorab reservieren.

Auf dem Weg wartet die „Christ Church Cathedral“ auf einen Besuch, die älteste Kathedrale Dublins und Sitz der Erzbischöfe. Hier ist die eigentliche Kirche ebenso sehenswert wie die darunter liegende Krypta. Übrigens: Nicht wundern, wenn du in Kirchen Eintritt zahlen musst – in Irland gibt es keine Kirchensteuer wie in Deutschland.

Die Christ Church in Dublin

Bei Guinness wirst du für ein paar Stunden interaktiv in die Welt des Guinness-Brauens eingeführt. Die Tour führt über insgesamt 7 Stockwerke.  Bist du im vierten Stockwerk angelangt, dann gibt es bereits das erste kleine Bier. Am Ende der Tour kannst du dir dein eigenes Guinness nach Anleitung zapfen und bekommst ein „Zertifikat“ und Foto.

Die Tour endet in der sogenannten „Gravity Bar“ im Dachgeschoss des Storehouse. Hier kannst du den 360° – Panorama-Blick über Dublin und Umgebung genießen und dabei dein selbstgezapftes Guinness schlürfen. Übrigens: Wem der Whiskey eher liegt, der kann auch eine Tour durch die Jameson-Whiskey-Destille machen.

In der Guinness-Brauerei wird interaktiv durch die Geschichte und Entstehung des Bieres geführt

Mit dem Pint Guinness im Bauch läuft es sich bestens zurück ins Stadtzentrum. Wer mag kann unterwegs noch auf einen Kaffee oder Tee kleine Köstlichkeiten im „Peacock Green“ vorbeischauen.

Auch am Wochenende haben viele größere Läden bis 20 Uhr geöffnet, der Weg zurück ins Stadtzentrum wird so schnell zu einer weiteren entspannten Shopping-Tour. Und am Abend? Genieße das Leben in der Innenstadt, schaue auf einen letzten Whiskey in den Pubs vorbei oder gönne dir vorher einen der besten Burger der Stadt – im „BUNSEN“, ebenfalls im Temple Bar District.

Montag:

Abschiedsfrühstück

Alle paar Stunden gehen Flieger vom Dubliner Airport zurück nach Deutschland. Lege dir den Rückflug ruhig auf den Nachmittag, so kommst du entspannt zum Flughafen und hast vorher noch Zeit für andere Unternehmungen. Zum Früstück lockt sicher eines der vielen Cafés, vielleicht das „Queen of Tarts„, mit kleinem, aber sehr leckeren Frühstücksangebot bzw. – wie der Name schon sagt – einem Schlaraffenland für Kuchen- und Cake/Scone-Fans.

Zum Flughafen kommst du wieder mit den öffentlichen Bussen ab O’Connell Street – für die obligatorischen und abgezählten 3,30€!

Und schon heisst es, schneller als gewünscht: Tschüss Dublin, bis zum nächsten Mal!

Noch ein paar Tipps und Infos:

Vieles, gerade Lebens- und Genussmittel, ist in Irland um einiges teurer als in Deutschland. Besonders Alkohol kostet teilweise 50-70% mehr.

Wer mag, kann sich auch für 20€  die „Leap Visitor Card“ holen und 72 Stunden lang alle Verkehrsmittel nutzen.

In Restaurants ist das Trinkgeld in den Rechnungen oftmals bereits enthalten (und wird dort ausgewiesen), ansonsten gelten 10-15% als angemessen.

Auch in Irland herrscht Linksverkehr. Also Vorsicht beim Überqueren der Straßen!

Alle Schilder sind zweisprachig – in Irisch (einem gälischen Dialekt) und Englisch.

Das Wetter ist typisch Atlantikküste: Mit recht milden Wintern und mäßig warmen Sommern.

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