Tokyo Tipps – 24 Stunden in der größten Metropole der Welt

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Die Shibuya-Kreuzung in Tokio

24 Stunden in Tokio. Reise – Tipps kompakt. Erlebe die größte Metropole der Welt mit beeindruckenden Kulissen, einzigartigen Tempeln und atemberaubenden Ausblicken.

24 Stunden Tokio erleben

Du reist nach Tokio? Dann erwartet dich eine der modernsten Städte der Welt! Wie so oft in Asien treffen auch hier Tradition und Moderne aufeinander. Das Häusermeer von Tokio – Yokohama ist die größte Metropolregion überhaupt. Du kannst stundenlang mit dem Zug fahren und wirst dennoch nur Häuser sehen. Rund dreißig Millionen Menschen leben und arbeiten hier. Die berühmten vollen U-Bahnen des Tokioter Berufsverkehrs sind legendär. Leider gibt es nur noch wenige Orte in Tokio, die älter als 70 Jahre sind. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt fast komplett zerstört. Vor allem die in der japanischen Kultur und Religion so wichtigen Schreine der verschiedensten Glaubensrichtungen wurden wieder aufgebaut und wirken neben den Wolkenkratzern die ständig neu wachsen manchmal ein wenig verloren. Aber genau diese Vielfalt macht den einzigartigen Reiz dieser Großstadt aus. Dabei ist Tokio oft gar nicht die laute, wuselige Megacity, die Reisende sich vorstellen.

Mehr als nur hektische Betriebsamkeit

Viele kennen nur die Bilder aus dem In-Viertel Shibuya, in dem permanente Beschallung und großflächige Video-Screens nach Aufmerksamkeit schreien. Doch das ist nur ein kleiner Teil der Stadt. Wenige Straßen weiter ist von all dem nichts mehr zu spüren und man steht in einem typischen Tokioter Wohn- und Bürogebiet, in denen die Einwohner in ihrer typisch ruhigen und respektvollen Art ihrem Alltag nachgehen. Apropos respektvoll: Japaner sind für ihr respektvolles Auftreten bekannt. Manche Dinge gehören sich einfach nicht. Tipps für das richtige Verhalten in Japan findest du am Ende des Artikels.

Hier aber erstmal meine Reise-Tipps für Tokio!

Mit dem Japan Rail Pass entspannt in die Stadt fahren

Wenn du länger in Japan bleiben und durch das Land reisen willst, hast du vielleicht schon im Japan Rail Pass gehört. Damit kannst du 7,14 oder 21 Tage mit allen Zügen der Japan Railways unbegrenzt durchs Land fahren. Zum Beispiel auch vom Flughafen Tokio-Narita bis ins Stadtzentrum und so schon rund 30€ für die Strecke sparen. Dazu musst du den Rail Pass bereits am Flughafen aktivieren. Alles rund um den Japan Rail Pass erfährst du hier.

Kostenloser Ausblick über Tokio

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Blick über Tokyo in Richtung Meer vom Tokyo Government Building

Um die Größe von Tokio zu überblicken muss man ziemlich weit oben stehen. Zum Glück gibt es das neue Tokioter Rathaus! Das Tokyo Government Building ist mit rund 1 Milliarde (!) Euro Kosten das teuerste Rathaus der Welt, sondern auch eines der höchsten. In jedem der beiden Türme befindet sich in 202 Metern Höhe eine rundum verglaste Etage mit grandiosem Ausblick über die Stadt. Das Ganze ist außerdem KOSTENLOS! Vor dem Einstieg in den Fahrstuhl wird dein Gepäck grob kontrolliert. Auch große Gepäckstücke sind eigentlich kein Problem. Ich bin direkt vom Flughafen dorthin gefahren und hatte erstmal einen perfekten Blick über die riesige Metropole.

Übrigens: 2020 richtet Tokio die Olympischen Spiele aus. Im Eingangsbereich des Rathauses ist bis dahin die echte Olympia-Fahne zu sehen, die bereits bei den letzten Olympischen Spielen ins Stadion getragen wurde und im nächsten Jahr bei der Eröffnungszeremonie erneut beim Einmarsch zu sehen sein wird. (Das Tokyo Government Building erreichst du in 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Shinjuku)

Der Meiji-Schrein

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Der Eingang zum Meiji Schrein in Tokyo

Etwas weiter südlich in Richtung Shibuya liegt der Meiji-Schrein, einer der bedeutendsten Schreine in ganz Japan. Umgeben von einem Park mit 120.000 Bäumen ist er nicht nur ein Heiligtum sondern eine grüne Oase inmitten der Hauptstadt. Hier lässt sich gut Luft holen und zur Ruhe kommen, bevor es weitergeht. Jedes besuchen Millionen Japaner und Touristen diesen Ort. Allein an den ersten Tagen des neuen Jahres kommen traditionell mehrere Millionen Menschen zum Meiji-Schrein und bitten um ein gutes Jahr. (Meiji-Schrein bei GoogleMaps).

Shibuya Kreuzung

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Die Shibuya-Kreuzung in Tokio

Sie ist der Inbegriff des modernen Tokio: Die angeblich meist fotografierte Kreuzung der Welt. Bei jeder Ampelphase rennen Tausende kreuz und quer über die Zebrastreifen. Dazu der Hintergrund mit riesigen Leuchtreklamen und überdimensionierten Werbetafeln. Ein Foto inmitten der Massen zu machen gehört inzwischen fest zu jedem Tokio-Besuch. Dabei ist es für die Einwohner der Stadt nur eine normale Kreuzung vor dem Bahnhof Shibuya. Übrigens: In den frühen Morgenstunden ist die Kreuzung nahezu menschenleer und damit auch schon wieder ein Foto wert. (Shibuya Kreuzung bei GoogleMaps)

Laut und bunt: Shibuya

Die berühmte Kreuzung ist der Eingang in Tokios quirlig-buntes In-Viertel Shibuya. Hier treffen sich alle, die in möglichst schrägen Outfits gesehen werden wollen, Trucks fahren durch die Straßen und promoten lautstark die neuesten J-Pop-Acts während in der Shopping-Meile Center-gai japanische Schüler ihr Taschengeld ausgeben. Man kann es mögen oder nicht – gesehen haben muss man Shibuya bei einem Tokio-Besuch in jedem Fall.

Der Park um den Kaiserpalast

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Blick auf die Seimon-steinbrücke im Palast-Park

Was der Buckingham Palast für die Briten, ist der Kaiserpalast in Tokio für die Japaner. Hier residiert ihr Kaiser, der Tenno. Der Palastpark mit seinen weiten Flächen vor der riesigen Hochhauskulisse bietet ein beeindruckendes Panorama. Der Eintritt in den äußeren Park ist frei. Schon bevor man die alte Anlage betritt, fällt der riesige Wassergraben auf, der für die alte Burg Edo an gleicher Stelle ausgehoben wurde. Sie war einst die größte Burg-Anlage der Welt. Ins Innere der Parkanlagen gelangst du nur mit Führungen. (Entweder vorher Online (http://sankan.kunaicho.go.jp/english/index.html) oder am östlichen Kikyo-Mon Tor buchen).
Aber auch ohne Zutritt zum inneren Park mit dem eigentlich Palast, finden sich beeindruckende Foto-Motive. Vor allem die bekannten Seimon-Brücken ist ein beliebtes Fotomotiv. (Der Kaiserpalast & Park bei GoogleMaps)

Das Parlamentsviertel von Tokio

Wer ausgefallene Architektur mag, der wird in Tokio an jeder Ecke fündig. Die kleinen Grundflächen der Grundstücke sorgen nicht nur für eine enge Bebauung. Beim Aussehen der Häuser scheint es wenig städtebauliche Vorgaben zu geben. Wie unterschiedlich auch im öffentlichen Bereich gebaut wird, zeigen im Regierungsviertel zum Beispiel das Parlamentsgebäude, das klassisch inspirierte National Theater und gleich daneben der Oberste Gerichtshof, bei dem Freunde des Brutalismus voll auf ihre Kosten kommen. (Das Parlament bei GoogleMaps)

Hie Schrein

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Der Hie-Schrein in Tokyo

Schreine und Tempel sind fester Teil der japanischen Kultur. Dabei sind sie nicht nur kunstfertig gebaut, sondern oft farbenfroh und verspielt gestaltet. Ein besonders schönes Beispiel ist der Hie-Schrein im Stadtteil Nagata-Cho in Chiyoda. Seine Farbenpracht sticht im Kontrast zu den umgebenden Bürotürmen ganz besonders heraus. Der alte Tempel wurde wie so viele andere im Zweiten Weltkrieg zerstört und später originalgetreu an gleicher Stelle wieder aufgebaut. Am besten geht erreicht man ihn über die steile sogenannte „Männertreppe“. (Der Hie-Schrein bei GoogleMaps)

Roppongi Hills

Der weithin sichtbare Tower des Roppongi Hills Komplexes bietet einen fantastischen Blick über die Stadt – allerdings kostet der Eintritt 1800 Yen pro Erwachsenem. Roppongi Hills ist nicht nur ein Büroturm sondern wurde als kleine Stadt in der Stadt geplant. Mit Kinos, Shoppingmeile, Wohnhäusern und Grünflächen. Ein Beispiel für moderne Stadtplanung in der Megametropole, das von der Idee bis zur Eröffnung allerdings 17 Jahre brauchte. (Die Roppongi Hills bei GoogleMaps)

Himarikyu Gardens & Tokyo Cruise

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Grüne Oase: Die Himarikyu Gardens

Ein schönes Beispiel für japanische Gartenkunst ist der kleine Hamarikyū-Park in der Bucht von Tokio. Im Frühjahr blüht hier mitten in der Stadt ein Rapsfeld und man kann über kleine Brücken, an Seen entlang bis zum südlichen Ende des Parks schlendern. Hier finden sich zwei Hügel, von denen aus du einen tollen Blick auf die Rainbow Bridge hast. An der östlichen Ecke des Parks legt die Tokyo Cruise-Fähre ab, mit der du in 45 Minuten für rund 6€ nach Asakusa fahren kannst oder in nur 5 Minuten und für ca. 2€ zum südlichen Hinode Pier. (Himarikyu Gardens bei GoogleMaps)

Tokyo Tower / Sky Tree

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Der Tokyo Skytree ist das zweithöchste Gebäude der Welt

Alternativ kannst du auch einen der beiden höchsten Aussichtspunkte der Stadt besuchen und bei gutem Wetter sogar bis zum Berg Fuji schauen. Der Tokyo Tower erinnert in seiner Architektur an den Eiffelturm und ist mit seiner rot-weißen Stahlkonstruktion weithin sichtbar. Der Eintritt für den Tokyo Tower kostet ca. 24€ pro Erwachsenem Am besten vorher reservieren! (Tokyo Tower bei GoogleMaps).
Der Tokyo Skytree ist noch etwas teurer dafür aber das zweithöchste Gebäude der Welt. Es zwei Aussichts-Plattformen in 350 Metern und gegen Aufpreis 450 Metern Höhe. Am besten kurz vor Sonnenuntergang hinauffahren. Tickets unbedingt vorher reservieren, sonst kann es ziemlich lange Wartezeiten geben.(Tokyo Skytree bei GoogleMaps)

Rainbow Bridge in Tokio

Rainbow Bridge in Tokio
Rainbow Bridge in Tokio (Bild: Pixabay)

Die Regenbogenbrücke bietet jeden Abend ein tolles Schauspiel. Mit Einbruch der Dunkelheit wird sie farbig beleuchtet. Mit der Skyline von Tokyo ein tolles Motiv. Suche dir entweder einen Platz in der Nähe des Wassers oder genieße den Anblick von einem der vielen Aussichtstürme.(Rainbow Bridge bei GoogleMaps)

Du hast noch mehr Tipps für 24 Stunden in Tokio? Schreibe sie doch gerne in die Kommentare!

Do’s & Dont’s in Tokio und Japan

Linksverkehr in Japan

In Japan herrscht Linksverkehr. Nicht nur auf den Straßen, sondern auch auf den Bürgersteigen. Nicht alle Straßen haben Bürgersteige. Trotzdem solltest du die linke Straßenseite benutzen! Auf breiteren Gehwegen finden sich in der Mitte entsprechende Markierungen für die Laufrichtung. Auch Rolltreppen sind anders angeordnet als in Europa.

Treppen

Achte bei großen Treppen, etwa in Bahnhöfen auf Zeichen im Boden. Sie zeigen an, wo du in welcher Richtung entlanglaufen sollst. So geht einfach alles schneller.

Anstehen im Supermarkt in Japan

In japanischen Supermärkten und Geschäften stellt man sich nicht einfach an die Kasse. Meist sind auch hier Zeichen auf den Boden geklebt, wo man sich anzustellen hat. Die Kassenmitarbeiter rufen dann den nächsten Kunden auf.

Öffentliches Schneuzen in Japan

Ein absolutes NoGo! Bloß nicht in der Öffentlichkeit Schneuzen. Hochziehen ist die Devise, auch wenn es deutlich zu hören ist.

Nicht auf der Straße essen

Man isst nicht auf der Straße. Obwohl es an jeder Ecke etwas zu kaufen gibt. In manchen Parks gibt es abgetrennte Bereiche, in denen Angestellte aus umliegenden Büros sich zur Mittagspause setzen und etwas essen.

Rauchen in Japan

Rauchen ist in Japan nur in ausgewiesenen Orten erlaubt! Auf den Straßen finden sich manchmal große Säulen an denen sich Aschenbecher befinden und die Raucher aus der Umgebung versammeln. In Fernzügen gibt es einzelne Raucherabteile, die extra ausgewiesen sind.

Müll entsorgen

Eigentlich ist es selbstverständlich seinen Müll mitzunehmen. Nur ist es nicht so einfach ihn wieder loszuwerden. Auf den Straßen finden sich nur wenige Mülleimer. Eher wirst du deine Abfälle auf Bahnsteigen oder in Shopping-Centern los.

Schreine und Tempel

Achtung: Alle Schreine und Tempel in Japan werden aktiv von Gläubigen genutzt. Verhalte dich also entsprechend respektvoll.

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