Auf dem Weg ins Hochland zum Arenal

Am siebten Tag der Reise war es schon wieder Zeit die Karibikküste zu verlassen und sich mehr ins Landesinnere zu bewegen. Das nächste Kontrastprogramm stand auf dem Plan. Nach dem Wechsel vom winterlichen New York ins tropisch warme Costa Rica ging es jetzt vom einfachen, fast ärmlichen Dorf am Atlantik in eine Luxus-Lodge am Fuße des Arenal Vulkans in Zentral-Costa Rica.

Die Buchung entstand ganz spontan. Das es als nächstes zu einem Vulkan gehen sollte war klar. Ich hatte mir zuvor die Expedia-App installiert und dann vor Ort geschaut, was im Landesinneren frei ist. Zum Glück gab es überall WLAN, sonst wäre es mit der Spontan-Reservierung des Hotels doch schwieriger geworden. Aber zum Glück gab es da gerade ein um 50% billigeres Nebensaison-Angebot mit Blick auf den Vulkan Arenal. Dann also los!

Wieder ging es am frühen Morgen mit dem Boot zunächst eine Stunde lang durch den Dschungel. Diesmal unter besonderen „Sicherheitsvorkehrungen“. Denn als alle Touristen im ca. 20 m langen Boot ihr Gepäck und sich selbst verstaut hatten, tauchten zwei Polizisten mit einem dritten Mann in Handschellen auf, grüßten allesamt den Kapitän und suchten sich ebenfalls einen Platz an Bord. Direkt neben mir.

Als sie saßen und das Boot sich in Bewegung setzte, fiel dem Gefangenen wohl mein etwas verwundertes Gesicht auf. Er beugte sich zu mir herüber und ließ mich wissen: „I did not pay my obligation!“ – um sich danach mit einem entspannten Grinsen zurückzulehnen.

Gerade in dieser Region Costa Ricas können viele Einwohner keinerlei Schulden oder Unterhaltszahlungen begleichen. Daher gehen sie costa-ricanischem Recht entsprechend lieber alternativ ein paar Tage ins Gefängnis.

Es folgte die Bootsfahrt in rasendem Tempo durch die engen Kanäle zurück na „La Pavona“, dem Umschlagplatz für die Touristen der Region. Von dort aus ging es 4,5 Stunden auf dem Rücksitz  eines Kleinbusses in das zentrale Hochland, das sich quer durchs Land von Nicaragua bis Panama erstreckt.

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Auf dem Weg ins zentrale Hochland Costa Ricas

Rund um den immernoch aktiven Vulkan Arenal liegen zahlreiche Lodges und Thermalbäder, die sich durch die heißen Vulkanquellen besonderer Beliebtheit erfreuen. Der eigentliche Hauptort dieser Region ist „La Fortuna“, ein typisches kleines mittelamerikanisches Städtchen. Die Touristen verteilen sich dann auch eher in die umliegenden Luxusressorts und so stand ich irgendwann 7 Kilometer außerhalb Fortunas an der Rezeption eines „Volcano Lodge & Springs“ genannten Bungalowdorfes. – OK!

Wer mehr über die zahlreichen heißen Quellen rund um die Region La Fortuna am Fuße des Arenals erfahren möchte, dem empfehle ich diesen Artikel auf costaricatravelblog.com.

Nach inzwischen einer Woche in kleinen  Unterkünften und dem Aufbruch am Morgen aus einer  Urwaldsiedlung mit relativ einfachen Häusern, waren dann der Gepäckträger, das Personal an jeder Ecke, die Poolbars usw. ein sehr ungewöhnlicher Anblick. Und die ersten Stunden auch sehr befremdlich.

Aber eine Stunde später saß ich vor dem Bungalow, frischen Kaffee in der Hand und mit einem wahnsinnigen Ausblick auf den Arenal, der sich leider noch in Nebel hüllte.

Für den nächsten Tag stand dann das Erkunden der Umgebung auf dem Plan. Auf dem Rücken eines Pferdes.

Teil 1 – Der Weg nach New York

Teil 2 – Der erste Tag im Big Apple

Teil 3 – Brooklyn Bridge & Co

Teil 4 – Hektik zum Flughafen, abends bei 27 Grad in Costa Rica

Teil 5 – Banana-Trains und mit dem Boot durch den Urwald

Teil 6– Dschungeltour und schlüpfende Schildkröten

Teil 7 – Zum Vulkan Arenal

Teil 8 -Von Pferden, Wasserfällen und Indio-Dörfern am Vulkan Arenal

Teil 9 – Der Weg zum Pazifik

Teil 10 – Delfine und Traumstrände

Teil 11 – Der Weg aus dem Paradies & Heimreise

 



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