New York und Costa Rica Reise – Tagebuch

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Tag 4 – Hektik bis zum Flughafen – Ein Novemberabend bei 27 Grad  

Hier der nächte Teil meines New York – Costa Rica Reisetagebuchs. Es war also soweit: am nächsten Morgen stand der Flug in ein ganz anderes Klima an. Vom New Yorker Flughafen Newark ging es morgens zunächst nach Atlanta und dann am Abend quer über den Golf von Mexico nach Costa Rica.

In New York war es immernoch winterlich, knapp über dem Gefrierpunkt.

Wenn alles so einfach laufen würde, wie man es sich vorstellt, dann wäre es natürlich langweilig. Der Abflughafen Newark lag genau am anderen Ende der Stadt, von Brooklyn aus war also einige Zeit einzurechen. Das Problem an diesem Morgen:  Die U-Bahn-Linie “G” ab Nassau Avenue in Brooklyn fiel komplett aus. Daher zog zunächst einmal ein Tross von zur Arbeit hetzenden New Yorkern, Schulkindern und verwirrten Touristen zur nächsten Station.

Ein paar Straßen weiter war der Eingang zur Subway-Station Bedford Ave. Hier drängelt sich alles in jeden Zug der kam. Mit einem vollgepackten Reiserucksack schafft man sich in diesem Moment wenig Freunde. Weiter ging es zur 14th Street und von dort aus zunächst auf die Straße in der Hoffnung ein Taxi zu finden.

Aber auch das war natürlich eher unmöglich, denn die Schlange der Wartenden zog sich um den halben Block. Nach einigem Hin und Her und Um- und Einsteigen stand ich dann irgendwann vor dem Schalter des Newark Airport Express und löste 5 Minuten vor Abfahrt das Ticket in Richtung Flughafen. Der nächste Zug wäre schon fast zu spät gewesen. Abgehetzt aber hell wach ging es dann in 30 Minuten Fahrt, später mit dem AirportTrain, aus New York heraus bis in den Flughafen Newark in New Jersey.

Der Flughafen war das absolute Gegenteil des hektischen New Yorks. Die Sicherheitskräfte langweilten sich offensichtlich ebenso wie die Besatzungen der CheckIn-Schalter. Ohne anzustehen war alles erledigt und magischerweise noch eine Stunde Zeit bis zum Boarding übrig. Genüg Ruhe für Kaffee und Frühstück.

Nach dem recht komfortablen Flug über den Atlantik war die Maschine, die den Zwischenstopp Atlanta ansteuerte, schon ein kleines Downgrade, aber immer noch weitaus besser als das, was später folgte.

Der Flughafen in Atlanta ist eines der größten Luftdrehkreuze der Welt, nach dem Passagieraufkommen sogar der weltgrößte. Man verläuft sich hier schnell. Und was an anderen Orten den kompletten Flughafen darstellt, ist in diesem Flughafen lediglich ein kleiner Nebenterminal. Im gefühlten Sekundentakt starten und landen Maschinen. Auch der Transit innerhalb des Flughafen kann so eine ganze Weile dauern. Um die Passagiere schneller von einem Terminal zum nächsten zu schaufeln gibt es den “Plane Train”, ein selbstfahrender Zug, der permanent zwischen den einzelnen Terminals verkehrt.

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Überraschung: Im Flieger von Atlanta nach San José in Costa Rica liegen auch einfach mal so lose Sicherheitsgurte herum

Der Flieger nach San José war dann WIRKLICH nochmal ein deutliches Downgrade. Von Bequemlichkeit war nicht mehr viel übrig und auch der Ausstattung hätte eine Generalüberholung sichtlich gut getan. Der Start verlief problemlos. Nach einer Stunde wurde die Besatzung irgendwo über der Karibik etwas unruhig. Erst waren es nur die Stewardessen im vorderen Teil der Maschine, dann auch die im hinteren. Irgendwann merkten auch die Passagiere das etwas nicht stimmte. Zunächst blinkte das Anschnallzeichen auf, bevor einige Minuten später einer der Piloten mit lauten, unverständlichen Worten etwas mit dem Rest der Besatzung zu klären versuchte. Als im ganzen Flugzeug merklich Unruhe ausbrach, entschied sich die Besatzung wohl, die Passagiere zu informieren. Mit tiefstem Bedauern teilten sie uns mit, dass leider auf diesem Flug der DVD Player versagt hatte – nun aber alles wieder funktioniere und das Bordprogramm fortgesetzt werde.

Eine weitere, zwischenfalllose Stunde später setzte die Maschine mit einer irgendwie zu erwartend harten Landung in am späten Abend in San José auf. Außentemperatur: 27 Grad, Luftfeuchtigkeit 80%.

Tipp: Es ist verboten nach Costa Rica irgendwelche Pflanzen, Obst, Gemüse oder andere frische Lebensmittel ohne besondere Genehmigung einzuführen. So will das Land seinen einzigartigen Reichtum an Flora und Fauna schützen. Daher landete mein mitgebrachter Apfel auch ganz schnell im Müll.

Mit dem Taxi ging es dann nach Alajuela, einen Vorort der Hauptstadt von Costa Rica: San José. Dort gibt es mehrere Unterkünfte, die von europäischen Auswanderern betrieben werden Hier hat man in der ersten Nacht eine gute Unterkunft und gleichzeitig einen idealen Startpunkt für die eigentliche Reise durch das Land. In diesem Fall war es das bei vielen Deutschen beliebte “Coconut House“, das mir empfohlen wurde. Man kann alles bereits vorher online buchen und auch ein Taxi zum Flughafen bestellen. Die Abenteuer mussten aber noch eine Nacht warten. Denn nach diesem Tag gab es erstmal nur eins: Schlafen!

 Weitere Teile dieser Reise:

Teil 1 – Der Weg nach New York

Teil 2 – Der erste Tag im Big Apple

Teil 3 – Brooklyn Bridge & Co

Teil 4 – Hektik zum Flughafen, abends bei 27 Grad in Costa Rica

Teil 5 – Banana-Trains und mit dem Boot durch den Urwald

Teil 6– Dschungeltour und schlüpfende Schildkröten

Teil 7 – Zum Vulkan Arenal

Teil 8 -Von Pferden, Wasserfällen und Indio-Dörfern am Vulkan Arenal

Teil 9 – Der Weg zum Pazifik

Teil 10 – Delfine und Traumstrände

Teil 11 – Der Weg aus dem Paradies & Heimreise

 

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