New York und Costa Rica Reise-Tagebuch

Im November 2013 ging es nach New York und Costa Rica. Diesen intensiven Zwei-Wochen-Trip werde ich hier für und mit Euch nachvollziehen. Los geht es mit den ersten zwei Tagen.

Das richtige Angebot finden – oder es findet dich

Ja, es gibt sie tatsächlich – die Flüge, die so günstig sind, dass man einfach nicht “Nein!” sagen kann. So geschehen im Oktober 2013. Damals kamen viele ideale Faktoren zusammen: Der Kurs von Dollar zu Euro war sehr günstig für Europäer – etwas, dass gerade bei Transatlantik-Flügen einiges am Preis ausmacht. Außerdem war es bereits Oktober als die Flüge für den November angeboten wurden. Und die Schnäppchenseiten, auf denen  solche Angebote auftauchten waren auch nocht etwas unbekannter als sie es heute sind.

Da war sie also, die Chance: Flüge nach Costa Rica mit einem Zwei-Tages-Zwischenstopp in New York ab Frankfurt am Main für unglaubliche 430€ ! Nicht pro Flug, sondern für alle Flüge zusammen.

Die Flugrouten waren somit

Frankfurt / Main -> New York (mit 2 Tagen Aufenthalt), New York -> San José, mit Umstieg in Atlanta

und nach weiteren 10 Tagen zurück

San José nach Frankfurt/Main, wieder mit einem Zwischenstopp in Atlanta.

Gesagt getan. In einer Mittagspause waren die Flüge direkt bei Delta-Airlines online per Kreditkarte gebucht.

In den folgenden Tagen musste dann noch Einiges organisiert werden: Die ersten Unterkünfte via airbnb.de und anderen Portalen, damit man direkt nacht der Ankunft erstmal ein Dach über dem Kopf hat. Das ESTA-Formular, das zur Einreise in die USA zwingend notwendig ist, musste vorab ausgefüllt werden, das Kreditkartenlimit wollte überprüft und der eine oder andere Reisehinweis gelesen werden.

Das Malaria-Risiko ist in Costa Rica recht gering, aber eine Packung entsprechender Tabletten dabei zu haben schadet auch nicht und länger wirksames Anti-Mückenspray für ein paar Euro mehr ist ebenfalls empfehlenswert.

Bald darauf waren auch die Reiseführer aus dem “Marco Polo” – Verlag besorgt, die grobe Route geplant (mehr dazu in den jeweils nächsten Teilen der Reise) und der Reisepass war auch noch aktuell. Da die Reise vom kalten Deutschland ins ebenso kalte New York und dann ins warme Costa Rica führen würde, musste das Gepäck gut überlegt sein. Das Zwiebelschalenprinzip wärmte in der Stadt, die niemals schläft und das immer warme Costa Rica erlaubte platzsparend dünne Kleidung.

Der Weg nach New York

Der Abflug war am Montag Mittag in Frankfurt/Main, daher stand zuvor noch eine Fahrt mit dem ICE von Berlin nach Frankfurt an. Das Ganze zu einem möglichst preiswerten Tarif. So ergab sich eine Zugfahrt durch die Nacht. Bei Flügen in die USA sollte man aufgrund der Sicherheitschecks schon 3-4 h vorher am Flughafen sein. Dazu die Unsicherheit mit der Pünktlichkeit der Deutschen Bahn…

Aber alles ging gut. Um 5:50 Uhr war die Ankunft am Bahnhof des Frankfurter Airports. Damit waren noch fast acht entspannte Stunden Zeit bis zum Abflug. Zeit sich auszustrecken und auf Nahrungssuche zu gehen. Nach Frühstück und einer kleinen Tour durch den Flughafen standen der Check-In und die Sicherheits-Überprüfung durch streng dreinschauende Sicherheitsbeamten an.

Übrigens war auch ein volles Aufgabe-Gepäckstück in den Flugpreisen enthalten. Da ich mit einem Rucksack geflogen bin, habe ich mir kurz vorher noch einen Packsack geholt, den man um den Rucksack schließt. Damit verheddern sich die zahlreichen Bänder eines Trekking-Rucksacks nicht auf Transportbändern und dennoch kommt die US-Einreise-Behörde an das Innere.

Auf Reisen in die USA muss man es den Behörden ermöglichen, das Gepäck jederzeit KOMPLETT öffnen zu dürfen. Entweder, in dem man es nicht richtig verschließt oder ein TSA-Schloss benutzt – diese Schlösser können durch einen Generalschlüssel der US-Transportsicherheitsbehörde geöffnet werden. Wer sein Gepäck nach der Landung mit einer Plastikfolie umwickelt findet, der kann davon ausgehen, dass mal jemand hineingeschaut hat.

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Über dem Atlantik – Anflug auf New York in Richtung der untergehenden Sonne

Nach etlichen Checks und dem ersten Date mit einem Körperscanner begann endlich die eigentliche Reise.

9 Stunden Flug ziehen sich eine Weile hin, vergehen aber mit Musik, Essen, Filmen und Schlafen dann doch recht schnell. Beim Anflug auf den “John F. Kennedy”-Flughafen am Nachmittag präsentierte sich New York, dann schon ganz Filmkulisse, im Licht der untergehenden Spätherbstsonne. Die unruhige letzte Nacht im ICE war vergessen und ein Gefühl von neuen Abenteuern stellte sich ein.

Bei der Einreise in die Vereinigten Staaten ist nochmals etwas Geduld gefragt. Es werden Fingerabrücke genommen, ein Foto gemacht und einige Fragen zur Reise sind zu beantworten. Dann aber war er da, der Stempel im Reisepass.

Ankunft in New York

Weiter ging es mit dem Airport-Train (kurz: AirTrain). Mit diesem AirTrain gelangt man vom JFK-Flughafen aus dem Osten der Stadt in zwei Richtungen: Entweder zur Station “Howard Beach” oder zur Station “Jamaica”. Von dort geht es dann weiter in Richtung Manhattan, Brooklyn oder wo immer Ihr hinwollt. Am besten gleich eine MetroCard holen, von der dann bei jeder Fahrt etwas abgebucht wird.

Wem es im ersten Moment zu unübersichtlich ist, der kann auch einfach einen der New Yorker fragen, die mit Routine die Fahrt vom Flughafen ins Stadtinnere ertragen, denn die dauert vom JFK-Airport bis Manhattan insgesamt gut 1,5 Stunden.

Als ich einen gelangweilt dreinschauenden Nebenmann nach dem Weg fragte, ergab sich auch gleich eine nette Unterhaltung mit einem New Yorker, der sich freute, jemanden aus Deutschland zu treffen. Er war selbst als GI in Deutschland stationiert und lebte jetzt als Verkäufer für einen Waffenhersteller. Voller Begeisterung erklärte er mir mitten in der U-Bahn die wunderbare Durchschlagskraft seiner Waffen, als sei es das Normalste der Welt – was es für ihn wohl auch war.

Endlich da

Eine Stunde später dann die ersten richtigen Schritte auf New Yorker Boden. Die Unterkunft, die ich nach einigem Suchen auf airbnb gebucht hatte, lag im hippen Stadtteil Greenpoint. Mit den ersten Schritten auf den Fußwegen der Stadt waren die 30 Stunden, die seit der Abfahrt aus Berlin vergangen waren, schlagartig vergessen.

Noch ein paar Meter laufen und dann flog das Reisegepäck in die Ecke eines kleinen, minimalistisch eingerichteten Appartmentzimmers im Norden Brooklyns.

Der Host war sehr entspannt und vermietete die zwei Zimmer seines Appartments und sogar noch einen extra eingebauten Zwischenboden. War sein Appartment voll belegt, zog er solange bei einem Freund ein. Nur so konnte er seine Wohnung in diesem Stadtteil finanzieren.

Jetzt gab es nur noch eins: Schlafen. Denn die Zeitumstellung und die Reisedauer machten sich bemerkbar. In Deutschland war es ungefähr 3 Uhr morgens.

Teil 1 – Der Weg nach New York

Teil 2 – Der erste Tag im Big Apple

Teil 3 – Brooklyn Bridge & Co

Teil 4 – Hektik zum Flughafen, abends bei 27 Grad in Costa Rica

Teil 5 – Banana-Trains und mit dem Boot durch den Urwald

Teil 6– Dschungeltour und schlüpfende Schildkröten

Teil 7 – Zum Vulkan Arenal

Teil 8 -Von Pferden, Wasserfällen und Indio-Dörfern am Vulkan Arenal

Teil 9 – Der Weg zum Pazifik

Teil 10 – Delfine und Traumstrände

Teil 11 – Der Weg aus dem Paradies & Heimreise

 

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