Früher war es der Faltplan, heute macht man meist alles mit dem Handy oder Tablet. Was aber, wenn es auf Reisen gerade mal kein Netz gibt? Hast du auch keine Lust mehr, orientierungslos in fremden Ländern zu stehen? Dann gibt es hier eine Orientierungshilfe mit Offline Karten der App Maps.Me.

Ich persönlich benutze am liebsten die App „Maps.Me„. Maps.Me gibt es für Android und iOS, sie ist  kostenlos verfügbar. Da die Anwendung OpenSource ist, also der Quellcode frei bereitgestellt wird, wird sie von einer Gemeinschaft von Entwicklern permanent kostenlos weiterentwickelt. Die App nutzt das Kartenmaterial von OpenStreetMap, einem auf dem Community-Gedanken basierenden Kartendienst. Das hat zwei Vorteile: Die Karten von OpenStreetMap sind ebenfalls kostenlos verfügbar und das Material wird ständig verfeinert und auf den aktuellen Stand gebracht. Laut Maps.Me beteiligen sich 2,1 Millionen Menschen an der Erstellung des Kartenmaterials.

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Das Maps.Me Logo

Was ist der Unterschied zu GoogleMaps?

Standardmäßig lädt die Karten-App von Google, GoogleMaps, Kartendaten bei Bedarf nach. Das heisst, wann immer du zoomst, auf der Karte herumnavigierst etc., werden die Daten aus dem Internet heruntergeladen. Ist dein Gerät offline, dann können keine Karten nachgeladen werden. Natürlich speichert auch GoogleMaps nach dem ersten Mal die heruntergeladenen Kartendaten in einem bestimmten Umfang. Das ist abhängig von den Einstellungen deines Smartphones oder Tablets.

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Die Karten von Maps.Me lädt du dir vorab herunter und hast sie dann offline verfügbar

Auch die GoogleMaps-App bietet eine Funktionalität für das Speichern von Offline Karten. Hier gibt es allerdings eine wesentliche Einschränkung: Es können nur Karten für  mit einer Download-Größe von 1725 MB heruntergeladen werden. Das ist z.B. nur ein Drittel der Fläche Deutschlands. Wenn du größere Länder wie USA oder Kanada bereisen willst, dann wird es schnell knapp bzw. musst dir bei nächster Gelegenheit neue Kartendaten nachladen.

Der Vorteil von Maps.Me

Bei Maps.Me lädst du dir die Daten für Länder und Regionen einfach vorab komplett. Das schwankt je nach Land zwischen ein paar Kilobyte und mehreren hundert MegaByte. Für größere LÄnder kannst du einzelne Teilregionen herunterladen, beispielsweise die einzelnen Bundesstaaten der USA.

Auf den Karten sind nicht nur Straßen und Gelände eingezeichnet, sondern auch Millionen von Points of Interest,  nach denen du auch suchen kannst, etwa nach dem nächsten Geldautomaten oder Hotel in deiner Nähe. Für Autofahrten oder Wanderungen ist eine Routing-Funktion ebenfalls enthalten, die sogar deutsche Sprachbefehle unterstützt.

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Maps.Me funktionier auf Tablets und Smartphoness mit Android oder iOS. 120 verschiedene Arten sogenannter Points of Interest lassen sich suchen (Bild: Maps.Me Downloadbereich)

Selbst kleine Seitenwege und Abkürzungen sind oft verzeichnet, dass hat mir schon einiges an Zeit gespart. Zusätzlich gibt es seit einer Weile in einigen Städten eine 3D-Funktion bei Gebäuden, wie man sie bereits aus GoogleMaps kennt.

In den Einstellungen der App kannst du übrigens die Anzeige von Werbung und das Senden anonymer Daten deaktivieren.

Fazit

Insgesamt ist die App eine runde Sache, die mir schon öfter gut geholfen hat. Da sie von einer Community weiterentwickelt wird und somit die Offline-Karten und Software immer ziemlich aktuell sind, solltest du sie für deine Reise installiert haben.

Download für iOS

Download für Android

 Das deutsche Benutzerhandbuch findest du hier.

Hast du weitere Ideen oder Erfahrungen mit nützlichen Apps für Reisen? Hinterlasse doch einen Kommentar!