Wie du im Urlaub besser entspannst

Wieder richtig ausspannen lernen - und einfach mal nicht mehr erreichbar sein. (Bild: Leonie Fahjen / Pexels)

Urlaub – für viele immernoch die schönste Zeit des Jahres. Endlich entspannen, raus aus dem Alltagstrott und den Kopf frei bekommen. So wünschen es sich viele und können doch nicht richtig loslassen. Hier also einige Tipps, damit der Urlaub wirklich zu Urlaub wird.

Kaum noch ein Job, in dem nicht ein Computer oder andere technisch Geräte eine Rolle spielen. Die ständige Erreichbarkeit ist in Job und Familie inzwischen selbstverständlich. In vielen Firmen wird heutzutage stillschweigend vorausgesetzt, dass der Arbeitnehmer rund um die Uhr verfügbar ist oder zumindest auch nach verlassen des Büros für Nachfragen oder Feedback zur Verfügung steht. Und immer öfter bleibt die ständige Erreichbarkeit per Messenger oder Email auch im Urlaub bestehen. Wenn der Kollege schon das Smartphone ans andere Ende der Welt mitnimmt, dann kann man ja auch mal nachfragen. Je leichter und unkomplizierter es wird, sich zu erreichen, um so wichtiger ist es, gerade im Urlaub eine klare Trennung zu ziehen und sich den nötigen Freiraum zu schaffen.

Immer mehr Deutsche nehmen die Belastungen aus dem Job mit in ihre freien Tage und sorgen so selbst dafür, dass eine richtige Entspannung gar nicht mehr möglich ist. Für eine Befragung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung gaben mehr als ein Drittel der befragten an, dass sie auch im Urlaub unter Unruhe litten und nicht richtig loslassen können. Bei 20 Prozent der Befragten wird dadurch sogar die Reisefreude merklich beeinträchtigt.

Ein weiteres Phänomen, das immer öfter auftritt: Das Poststress-Symptom. Man wird im Urlaub krank oder fühlt sich antrieblos und bleibt gestresst. Dann kompensiert der Körper das, wozu zuvor keine Zeit war und die Erholung ist passé.

relaxen lernen

Smartphone zuhause lassen oder einfach ausloggen

Bis vor rund zwei Jahrzehnten war das Problem kaum vorhanden. Wer in Italien am Strand lag, der war für den Chef einfach nicht zu erreichen. Wer merkt, dass er den Stress von der Arbeit mit in die Ferien nimmt, der sollte vorher klar kommunizieren nicht verfügbar zu sein.

Fotos lassen sich auch mit der Kamera machen und wer aufs Handy nicht verzichten mag, kann sicherlich noch ein altes ohne Smartphone-Funktionalitäten auftreiben.

So ein bisschen „Digital Detox“ schützt nicht nur vor Nachfragen vom Arbeitgeber, sondern tut auch im privaten Umfeld gut. Du findest mehr Zeit dich auf deinen Urlaub zu konzentrieren. Hast den Kopf freier und erholst dich besser.

 

Aktivitäten helfen

Ich selbst bin nach zwei Tagen am Strand einfach nur gelangweilt. Spätestens dann wird es Zeit, etwas zu unternehmen. Sightseeing, Wanderungen oder Museen – es gibt immer etwas zu tun, was den Kopf frei macht. Denn nicht unbedingt das tagelangen Verweilen am Strand sorgt für Erholung. Neue Eindrücke und Aktivitäten drängen den Alltag zuhause in den Hintergrund. Vor allem Bewegung ist wichtig um wieder frisch ans Werk zu gehen. Das gilt nicht nur für die Urlaubszeit. Sport und Bewegung sind perfekte Stresskiller und Motivatoren. Nicht ohne Grund sind viele erfolgreiche Manager und Unternehmer gleichzeitig Sportfans und Fitnessfanatiker. Es reicht aber schon, einfach ein paarmal in der Woche ausgiebig spazieren zu gehen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.

Lernen auszuspannen

Immer mehr Menschen müssen erst wieder lernen, den Urlaub wieder zu einer Phase der Regeneration und Erholung zu machen. Am besten fängst du also gleich damit an, dir die Zeit zu gönnen, die wirklich wichtig ist. Denn der Urlaub ist – wie immer – sowieso viel zu schnell vorbei.

 

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