Manchmal liegt das Abenteuer direkt vor der Haustür. Escape Games sind in den letzten Jahren auf der ganzen Welt entstanden. In Berlin gibt es so einige zu entdecken – lohnt sich das?

Gleich vorne weg: Die Antwort ist JA! Zumindest, wenn du keine Angst vor engen Räumen hast und gerne gemeinsam mit anderen Rätsel löst. Denn Escape Games sind Team-Events. Ihr solltet schon mindestens zu zweit sein, bei den meisten Spielen sind vier Spieler die ideale Anzahl.

Was sind Escape Games?

Man nennt sie Escape Games, Exit Games oder Exit Rooms. Die Idee dahinter ist bei allen gleich: Man wird in einem Raum eingesperrt und muss mit viel Kombinationsgabe Rätsel lösen und Hinweise finden und interpretieren, bis man innerhalb einer bestimmten Zeit, meist eine Stunde, den Weg aus dem Raum findet.  Es ist ein bisschen wie alte Adventure-Computer-Spiele – nur eben real.

Dabei wirst du nicht alleine gelassen sondern per Kamera überwacht und dir werden Tipps gegeben, wenn du nicht weiterkommst. Meist sind die Spiele so konzipiert, dass man sie innerhalb einer Stunde lösen und damit “entkommen” kann.

Woraus muss ich entkommen?

Thematisch findest sich nahezu alles. Ob horrorlastig bei der Flucht aus einem Verließ, abenteuerlich im Indiana Jones-Stil oder mit historischem Hintergrund wie dem Ost/West-Konflikt. Für ganz harte gibt es auch extremere Situationen wie die Flucht aus einem Sarg oder als Gefangener eines Mörders..

Inzwischen finden sich in allen größere Städten zahlreiche Escape Games. Allein in Berlin sind es mehrere Dutzend.

Für mich ging es zu “The Room” in Berlin-Lichtenberg. Nicht ganz so zentral gelegen, aber auch hier muss reserviert werden. Insgesamt stehen drei Räume zur Verfügung. Einer ist etwas gruseliger konzipiert, einer lehnt sich an Abenteuer-Filme ala Indiana Jones an und einer, der einfachst, thematisiert eine Flucht in Zeiten der Berliner Mauer.

Natürlich kann und will ich hier nicht zuviel verraten, nur soviel: Den Abenteurraum innerhalb der vorgegeben 60 Minuten zu schaffen kann knapp werden. Der Rekord liegt angeblich bei 35 Minuten ohne Hilfe (aber es waren auch Profis, die selbst solche Spiele entwickeln).

Wenn man es trotz Hinweisen nicht innerhalb der 60 Minuten schafft, kann man für einige Euro nochmal 15 Minuten hinzufügen. Der Preis pro Person liegt je nach größe des Teams zwischen 20€ und 35€ pro Person.

Für mich ging zu “The Lost Treasure of Alexander von Humboldt”. Nach einer kurzen Einführung durch einen Mitarbeier ging es auch schon los zu schweißtreibenden 55 Minuten (Yeah!) die sich aber absolut gelohnt haben. Einige Rätsel waren recht knackig und körperliche Fitness sind Vorraussetzung, denn auch etwas krabbeln und kriechen im Dunkeln gehört dazu.

Mehr wird aber nicht verraten!